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Gisèle Pelicot · Ikone

Details zu "Gisèle Pelicot · Ikone"

Sie ist die Frau, die forderte, dass der Gerichtsprozess gegen die Täter (ihr Ehemann und weitere 50 Männer) öffentlich geführt werden sollte. Öffentlich erklärt Gisèle Pelicot: Die Scham muss die Seite wechseln – «Que la honte change de camp». Nicht die Frau muss sich schämen, sondern die Täter. Ihr Satz steht für eine längst überfällige Neuausrichtung im Umgang mit sexuellem Missbrauch, bei dem bis heute noch Täter-Opfer-Umkehr betrieben wird ("Was hatte sie denn an?"). Täter sind Täter. 

Ihr Gesicht hat sich mir eingeprägt. Ihr ruhiger, offener Blick angesichts der entsetzlichen Taten, die im Prozess verhandelt wurden, erstaunt mich immer wieder. Für mich – und viele andere – ist Gisèle Pelicot eine Ikone der Freiheit und Gerechtigkeit.

Bildträger: Papier
Größe (Breite x Höhe): 22 x 22 cm (mit Rahmen)
Material: Tusche
Motiv: Portrait
Rahmung: gerahmt (Holzrahmen mit Glas)

Dieses Portrait ist Teil einer Serie: Hidden Championnes – Tusche-Portraits (2026)

Übergangen, belächelt, (fast) vergessen: Frauen der Geschichte ohne deren Erfindungen, Engagement und Ehrgeiz uns heute einiges fehlen würde.

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